So berechnest du den ROI im Content Marketing

Erfolg lässt sich in Zahlen messen – auch im Content Marketing. Wenn der Output einer Maßnahme größer ist, als der Input, hat sie sich offensichtlich gelohnt. Aber wie können wir den Return on Investment (ROI) konkret berechnen? In diesem Beitrag erklären wir dir, welche KPIs für eine korrekte Bestimmung des ROI wichtig sind und geben dir unseren Content ROI-Rechner an die Hand. Damit kannst du innerhalb nur einer Minute den wirtschaftlichen Erfolg deiner Marketingaktivitäten bestimmen.

Aber warum ist das Thema ROI überhaupt so wichtig? Fakt ist: Content-Kreation und -Distribution kostet Geld. Überall entstehen Kosten: Für den Blog, den Redakteure mit Content füllen, über Tools, bis hin zur Vermarktung der Inhalte über Social Media oder Native Advertising.

Am Ende stehen immer Kosten und die Frage: Hat sich das gelohnt?

Genau deshalb ist es wichtig, sich mit dem ROI und seiner Rolle im Content Marketing etwas näher auseinanderzusetzen. Und das Beste am ROI ist: Am Ende bekommen wir eine kleine Zahl, die all unsere komplexen Überlegungen einfach auf den Punkt bringt.

ROI – Was ist das überhaupt?

Unter ROI versteht man den Return on Investment, sprich das, was man an Gegenleistung für getätigte Investitionen erwarten darf. Langfristig gesehen eine sehr sinnvolle Berechnung, um in Zukunft die Budgets ideal verteilen zu können.

Im Content Marketing ist dabei – gerade in der amerikanischen Literatur – übrigens etwas klarer von ROMI (Return on Marketing Invest) oder ROAS (Return on Advertising Spendings) die Rede. Und hier fließen in der Regel handfeste Key Performance Indicators (KPIs) ein.

Klassischerweise haben Unternehmen aber bereits vor dem Siegeszug der Inhalte auf diese Weise berechnet, was sie beispielsweise für Anzeigen ausgegeben haben und wie viel Geld darüber verdient worden ist.

So berechnest du den ROI im Content Marketing

Wenn dein Chef dich bittet „mal grad den Content Marketing ROI zu berechnen“ …

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… brich nicht direkt in Panik aus. Denn das ist gar nicht so schwer wie du vielleicht denkst.

Bevor du an die Berechnung des ROIs gehst, solltest du allerdings einige Informationen griffbereit haben.

Kosten der Content Produktion & Vermarktung: Wenn man den ROI errechnen will, muss man wissen, wie viel Arbeitszeit und Werbebudget in einen Inhalt geflossen ist.

  • Leads: Kontakte, die über den Content generiert wurden
  • Neukunden: Leads, die im Verlauf ihrer Customer Journey zu Kunden wurden
  • Durchschnittl. Gewinn: Durchschnittlicher Gewinn pro Kunde und Transaktion oder Gewinn pro Jahr
  • Kauffrequenz/Dauer der Kundenbeziehung: Transaktionen pro Kunde bzw. Dauer der Kundenbeziehung

Beispiel mit unserem ROI-Rechner

In diesem Beispiel gehen wir von einem Inhalt aus, der das Ziel hat, Leads zu generieren.

Die zuvor recherchierten Daten geben wir im Feld Bedingungen ein – das kann im Template bei bis zu 3 Inhalten getan werden. Die Tabelle kannst du aber natürlich jederzeit erweitern bzw. individualisieren.

Im Feld Ergebnis erhalten wir die Ergebnisse unserer Berechnung. Dies sind:

  • Conversion Rate (Neukunden): Die Conversion Rate gibt an, wie viele der gesammelten Leads prozentual zu Kunden wurden, also konvertiert haben.
  • Kosten pro Lead: Die Kosten, die für die Generierung einer Anfrage ausgegeben wurden.
  • Kosten pro Kunde: Die Kosten, die für die Konvertierung eines Kunden nötig waren.
  • Customer Lifetime Value: Der Gewinn, der mit einem Kunden über seinen Lebenszeitraum generiert wird (Kauffrequenz/Kundenlebenszeit * Gewinn pro Kauf und Kunde).
  • ROI: Und natürlich der ROI, der alle vorherigen Überlegungen und Berechnungen in einer einzigen Zahl zusammenfasst. Der ROI gibt an, wie viel Euro wir für jeden ausgegebenen Euro zurückbekommen. Wenn wir also einen ROI von 3,20 haben, geben wir 1€ aus und bekommen 3,20€ zurück.

Und das sieht dann zum Beispiel so aus:

Der ROI im Content Marketing ist mehr als finanzieller Gewinn

Aber Vorsicht! Nur, weil wir nun in der Lage sind den ROI im Content Marketing zu berechnen, heißt das nicht, dass wir dies auch ständig und unmittelbar nach einer Maßnahme tun sollten.

Eine Content-Marketing-Strategie ist immer auch als langfristiges, großes Ganzes zu betrachten.

Wir empfehlen dir deshalb, bei der Ermittlung des ROI nicht nur auf Zahlen zu schauen, sondern auch die folgenden Fragen im Hinterkopf zu behalten:

  • Hat die Maßnahme meinem Unternehmen mehr Aufmerksamkeit verschafft?
  • Gab es im Umfeld des Inhalts Auffälligkeiten (bspw. niedrigere Kündigungen/Abbruchraten), die auf ein gestiegenes Vertrauen der Kunden hindeuten?
  • Hat der Content dazu beigetragen, dass die Community (bspw. in sozialen Netzwerken) gewachsen ist?
  • Konnten wir dem Kunden durch den Content nicht nur sinnvoll erklären, warum unsere Produkte teurer sind als die der Wettbewerber, sondern ihm darüber hinaus auch ein gutes Gefühl bei der Sache geben?
  • Hat der Content dazu beigetragen, dass der Status unseres Unternehmens gestiegen ist, wodurch wir bessere Mitarbeiter anlocken könnten?
  • Konnte der Content dazu beitragen, dass FAQs beantwortet worden sind, sodass zukünftig unser Service-Personal entlastet wird?
  • Hat sich unsere Außendarstellung verbessert?
  • Haben unsere Kunden mit dem Content interagiert? Wenn ja: Konnten wir daraus Rückschlüsse ableiten, um ihnen zukünftig noch besseren und zielführenderen Content anbieten zu können?
  • Ist es uns durch den Content gelungen, den Kunden langfristig an uns zu binden?

Fazit

In diesem Beitrag haben wir dir die grundlegenden Punkte zum ROI im Content Marketing erklärt und gezeigt, wie du mit unserem ROI-Rechner den Wert deiner Marketingmaßnahmen berechnen kannst. Falls du es noch nicht getan hast, kannst du dir hier den Rechner herunterladen und dich für unseren Newsletter eintragen. So verpasst du in Zukunft keinen Beitrag mehr.


Denise Simon

Marketing Managerin bei dirico.io und schreibt hier im Blog über Content Marketing, Social Media und den ganzen Rest.

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