Die ultimative Checkliste für erfolgreiche Gastbeiträge

Dein Blog erzielt nur minimale Erfolge, obwohl du größte Mühe in jeden einzelnen deiner Artikel steckst? Das ist ärgerlich. Um an Bekanntheit und Reichweite zu gewinnen gibt es aber noch einen anderen Weg: Präsent sein – und zwar am besten überall. Neben den sozialen Netzwerken kannst du auch über Gastbeiträge auf dich und dein Unternehmen aufmerksam machen.

Wir haben uns für dich nach hilfreichen Tipps für Gastbeiträge umgesehen und sind auf diesen Artikel von Chimpify gestoßen. Fanden wir sehr cool und extrem hilfreich. Damit du bestens organisiert an deinen nächsten Gastbeitrag herangehst, würden wir gerne an den Artikel anknüpfen.

Aber fangen wir einmal ganz von vorne an.

 

Die 2 Perspektiven beim Publizieren von Gastbeiträgen

Der Publisher, der seinen Blog dem Gastautor als Bühne zu Verfügung stellt, muss sich zunächst einmal darüber bewusst werden, dass ein Gastbeitrag nicht nur positive Auswirkungen haben kann. Zwar bekommt er leichten Zugriff auf neuen Content, auf der anderen Seite ist Content nicht gleich Content. Denn ein Gastbeitrag, der sich nicht barrierefrei in den Blog integrieren lässt, verursacht im Nachhinein nur eins: viel Arbeit.

Aus Sicht der Autoren ist das Hauptmotiv für das Schreiben eines Gastbeitrages ihre Sichtbarkeit und Bekanntheit zu erhöhen. Veröffentlicht ein bekannter Blog, mit einer hohen Reichweite, einen Gastbeitrag, überträgt sich das Ansehen des Blogs auch auf den Gastautor. Dementsprechend muss aber auch die Leistung sein: Um für den Autoren einen positiven Effekt zu erzielen, müssen Gastbeiträge von höchster Qualität sein.

Damit dein nächster Gastbeitrag zu einem echten Erfolg wird, führen wir dich Schritt für Schritt durch den Ablauf.

 

Schritt 1: Den passenden Blog finden

Dein Gastbeitrag kann noch so gut sein, wenn du nicht den richtigen Blog für die Veröffentlichung findest, wird der Effekt gegen Null gehen.

Um das zu verhindern, solltest du dich im Vorfeld genauestens mit den potenziellen Gastblogs beschäftigen, die es in deiner Nische gibt. Achte dabei besonders darauf, ob das Thema, das du gerne in deinem Gastbeitrag behandeln würdest, nicht schon zigmal ausführlich behandelt wurde. Außerdem wird dein Gastbeitrag nur Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn der Blog eine gewisse Bekanntheit in Verbindung mit einer aktiven Leserschaft hat.

Hast du einen Blog gefunden, der all diese Kriterien erfüllt, solltest du ihn darauf überprüfen, ob Gastbeiträge dort publiziert werden können. Das geht am einfachsten indem du nachschaust, ob bereits Gastbeiträge existieren oder dem Herausgeber eine E-Mail schreibst und ihn fragst, ob er daran interessiert wäre.

Tipp:

Gehe bei der Blogauswahl nicht allzu viele Kompromisse ein, sonst hast du im Endeffekt nur Ressourcen verschwendet, die du hättest effektiver einsetzen können.

 

Schritt 2: Ideen entwickeln

Super, du hast einen passenden Blog gefunden! Doch das ist nur die halbe Miete.

In einem zweiten Schritt solltest du dich daran setzten, einige Artikelideen zu entwickeln. Nur so kann der Herausgeber des Gastblogs später aus deiner Auswahl den seiner Meinung nach passendsten Artikel aussuchen.

Beachte bei der Ideenfindung unbedingt, welchen Nutzen eben dieser Artikel dem Leser bringt. Erscheint dir der Nutzen zu gering, verändere deine Idee so lange, bis du einen eindeutigen Nutzen für den Leser darin siehst.

Schon bei der Ideenfindung solltest du dir darüber Gedanken machen, was dein Artikel überhaupt bewirken soll. Formuliere Ziele (Stichwort: SMART), die sich im Nachhinein ganz klar als erfüllt bzw. nicht erfüllt einstufen lassen. Solche Ziele können bspw. beinhalten:

  • Neue Leser zu gewinnen,
  • neue Kunden zu gewinnen
  • oder deine Markenbekanntheit zu steigern

Tipp:

Die Auswahl, die du dem Blog-Host anbietest, sollte unterschiedliche Themen enthalten, nicht etwa 3 sich sehr ähnliche Artikel.

 

Schritt 3: Ideen an den Gastblog pitchen

Du bist mit der Auswahl deiner Ideen fertig und würdest sie am liebsten direkt an den Herausgeber schicken?

Gedulde dich noch ein ganz klein wenig.

Bereite für alle Artikelideen (ca. 3-4) je einen Teaser und ein Outline vor. So kann dein Gegenüber auf einen Blick erkennen, worum es dir in den einzelnen Artikeln wirklich geht und dementsprechend seine Wahl einfacher treffen.

Jetzt kannst du die Mail abschicken!

 

Schritt 4: Den Artikel verfassen

Kommen wir nun zu der eigentlichen Herausforderung: Das Verfassen des Gastbeitrags.

Bevor du anfängst zu schreiben, solltest du erst einmal die Leser des Blogs kennenlernen. Denn nur, wenn du mit ihnen auf einer Wellenlänge bist, kann dein Gastbeitrag auch wirklich zu ihnen durchdringen.

Das Risiko, die Leser mit einer anderen Schreibweise zu konfrontieren als sie es in dem Blog gewohnt sind, wirst du nicht gänzlich vermeiden können. Und das ist auch gut so – immerhin willst du ihnen ja im Gedächtnis bleiben. Aber eben positiv. Deshalb solltest du im Voraus so viele bestehende Artikel wie möglich lesen, um herauszufinden, wie die Stammautoren ihre Leser ansprechen.

Finde heraus, ob die Leser direkt angesprochen werden, wie sie angesprochen werden (du oder Sie) und wie die Autoren ihre Leser durch den Artikel führen

Diese Fragen helfen dir, einen Eindruck der Schreibweise von Stammautoren zu bekommen und dich in diesem Punkt ein stückweit anzupassen.

Ergänzend dazu kann dir auch die Erstellung von Personas bei dem Kennenlernen der Leser helfen. Hier kannst du nachlesen, wie das geht oder dir unser kostenloses Persona-Template herunterladen. Da die Persona-Erstellung jedoch auch mit einem gewissen Aufwand verbunden ist und die Wahrscheinlichkeit einer „Wiederverwendung“ daher eher gering erscheint, ist dieser Schritt optional.

Als nächstes solltest du dich darum bemühen, eine emotionale Bindung zu deinem neuen Publikum aufzubauen. Gib ihnen ein Wir-Gefühl, sodass sie sich besser mit dir und der beschriebenen Situation identifizieren können.

Versuche, für deine neuen Leser unentbehrlich zu werden. Wie? Ganz einfach: Konfrontiere sie mit einem häufig auftretenden Problem und zeige ihnen die Lösung dafür.

Jetzt geht es an den Feinschliff. Dein bester Freund heißt ab sofort Korrekturlesen. Denn wie immer zählt der erste Eindruck. Und den willst du dir wohl kaum durch Rechtschreibfehler vermiesen. Achte dabei auch darauf, dass die Struktur deines Artikels für jeden klar erkennbar ist.

Je nach Blog und Thema kannst du auch Bilder, Videos oder GIFs in deinen Artikel einbinden. Ob sich dies bei deinem Artikel empfiehlt, musst du jedoch selbst entscheiden. Und zwar, indem du dir bereits bestehende Blogartikel durchliest. So wirst du sehr schnell erkennen, ob diese Dinge üblich oder unüblich sind.

Es kann vorkommen, dass dir der Herausgeber des Blogs, nachdem er dem Gastbeitrag zugestimmt hat, vorab einige Richtlinien zukommen lässt. Diese beinhalten meistens die ungefähre Länge des Artikels, den Einsatz von Links, etc.

Tipp:

Meistens übersieht man seine eigenen Fehler. Lass deinen Artikel also von einem oder mehreren Kollegen noch einmal korrekturlesen bevor du ihn dem Blog-Host schickst.

 

Schritt 5: Links und Biografie-Verweise einsetzen

Im Laufe deines Artikels hast du sicher schon Aspekte erwähnt, die du in einem Artikel auf deinem eigenen Blog ausführlicher behandelt hast. Verlinke diese Artikel, damit sich die Leser den zugehörigen Artikel durchlesen können.

Was sich in diesem Zusammenhang auch anbietet, ist auf Artikel aus dem Gastblog zu verlinken. So zeigst du, dass du dich mit dem Blog auseinandergesetzt hast.

Neben Links zu konkreten Artikeln kannst du die Leser auch über eine Landingpage auf deine Seite ziehen. Je nachdem, welches Ziel (Schritt 2) du dir zu Beginn gesetzt hast, sollte die Landingpage gestaltet sein. War dein Ziel bspw. neue Leser zu gewinnen, sollte deine Landingpage unbedingt ein Newsletter-Formular beinhalten.

Aber Vorsicht: Bei externen Verlinkungen bietet es sich immer an, diese vorher abzusprechen.

Als nächstes solltest du dich um deine Biografie kümmern. Denn diese sagt viel über dich aus. Du entscheidest, ob die Leser dich als überheblichen oder bodenständigen Autor im Gedächtnis behalten. Übertreibe nicht mit deinen Fähigkeiten, sondern richte deine Biografie auf den Nutzen für den Leser aus.

Tipp:

Falls du einen Denkanstoß für deine Biografie benötigst, findest du in dem, bereits zu Anfang erwähnten, Artikel von Chimpify ein sehr schönes Beispiel für eine gute Autoren-Biografie.

 

Schritt 6: Vermarktung

Gastbeitrag fertig – Jetzt kannst du dich zurücklehnen, denkst du? Nope.

Was du jetzt auf keinen Fall tun solltest, ist dich rauszuhalten und dem Host des Gastblogs die Promotion zu überlassen. Nicht etwa, weil du seinen Promotion-Fähigkeiten nicht traust, sondern aus folgendem Grund: Das wäre wirklich undankbar von dir. Denn während dein Blog seine komplette Community erreicht (top für dich), wird keiner deiner Stammleser auf seinen Blog aufmerksam (flop für ihn). Also werbe für deinen Artikel, was das Zeug hält!

Und weil nach dem Artikel vor dem Artikel ist, solltest du dir auch noch den nächsten Abschnitt durchlesen.

Wenn du irgendwann einen weiteren Gastbeitrag in diesem Blog schreiben und dir deinen bisher positiven Eindruck nicht vermiesen willst, solltest du unbedingt mit dem Host des Blogs in Verbindung bleiben. Frage ihn, ob er generell mit deiner Arbeit zufrieden war, ob seine Erwartungen erfüllt wurden und wie sich der Gastbeitrag auf ihn ausgewirkt hat.

Zu guter Letzt solltest du unbedingt mit der Community interagieren. Wenn Fragen oder Kommentare zu deinem Artikel auftauchen, warte nicht darauf, dass sie von irgendwem beantwortet werden, sondern ergreife die Initiative und reagiere auf Feedback.

 

Fazit

Befolgst du diese 6 Schritte, kann bei deinem nächsten Gastbeitrag quasi nichts mehr schiefgehen.

Eine kompakte Ansicht über die einzelnen Teilschritte, die dich auf deinem Weg zu einem erfolgreichen Gastbeitrag begleiten, haben wir dir zum kostenlosen Download zusammengestellt.

Viel Spaß beim Schreiben!


Denise Simon

Marketing Managerin bei dirico.io und schreibt hier im Blog über Content Marketing, Social Media und den ganzen Rest.

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